Hallo, ich bin ein Compiler

Hallo, ich bin ein Compiler.

Ich habe gerade tausende Zeilen Quellcode überprüft, während du diesen Satz gelesen hast. Um nur eine einzige Zeile deines Codes zu optimieren, habe ich Millionen verschiedener Möglichkeiten abgewägt, die auf einer gewaltigen Menge akademischer Forschung basieren. Diese Forschung selbst zu begreifen, würde dich Jahre deines Lebens kosten.
Es ist mir nicht peinlich – kein bisschen – wenn ich ein dreizeilige Schleife in tausende Befehle umwandle, nur um sie schneller zu machen. Ich spüre keine Scham dabei, mich sehr um Optimierung zu bemühen oder die dreckigsten Tricks anzuwenden. Und wenn du das nicht willst, vielleicht für einen Tag oder zwei, dann benehme ich mich und mache es, wie du es willst. Ich kann die von mir benutzten Methoden ändern, wann immer du willst, ohne auch nur eine einzige Zeile deines Codes zu ändern. Ich kann dir sogar zeigen, wie dein Code in Assembler, auf anderen Prozessor-Architekturen, auf anderen Betriebssystemen und in anderen Assembler-Konventionen aussieht, wenn du das willst. Ja, alles in Sekunden.

Weil ich es – wie du weißt – kann
und du es – wie du weißt – nicht kannst.

PS: Ach ja, du hast die Hälfte des Codes, den du geschrieben hast, nicht genutzt. Ich habe dir einen Gefallen getan und ihn weggeworfen.

Quelle: Antwort auf die Frage, warum nicht mehr Programme in Assembler geschrieben werden (Stack Overflow).

Lizenz: CC BY-SA 3.0. Ich würde mich über eine Verlinkung freuen!

Karl Lorey Verfasst von:

Karl Lorey studiert Informatik im Master am KIT in Karlsruhe. Er interessiert sich für Webentwicklung und damit verbundene Technologien. Seine Bachelorarbeit mit dem Titel “Gamification Framework for Subjective Assessment of Influence in Online Social Networks” beschäftigt sich mit der Einschätzung von Einfluss und weiteren Eigenschaften in sozialen Netzwerken durch ein von ihm erstelltes “gamifiziertes” Framework.

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